Dienstag, 27. Mai 2014

Buddhas Birthday



Auch wenn ich letztes Jahr schon einmal darüber berichtet habe und das Ganze schon wieder ein paar Wochen zurückliegt, will ich Euch doch noch ein paar schöne Fotos vom diesjährigen Geburtstag Buddhas bzw. dem hier zugehörigen Laternenfest zukommen lassen. 



Für mich der schönste, da optisch bunteste und fröhlichste Feiertag Koreas. Auch als Nichtbuddhist zieht es mich schon wegen den tollen Laternen und der dadurch entstehenden wunderbaren Atmosphäre in die geschmückten Tempelanlagen. 


Vor allem am Abend wenn die Laternen alle beleuchtet sind, hat es doch etwas ganz besonderes. 


Ich frage mich nur, wo die ganzen Laternen das restliche Jahr zwischengelagert sind? Die müssen ganze Lagerhäuser füllen! Schließlich sind nicht nur Tempelanlagen, sondern komplette Straßenzüge und Stadtviertel mit ihnen geschmückt.


Samstag, 26. April 2014

Beijing


Wenn das keine selbsterfüllende Prophezeiung war... am Anfang des Jahres hatte ich kurz über das diesjährige Sternzeichen des Pferdes geschrieben. Und das das Jahr unter diesem Zeichen besonders turbulent verlaufen kann und viele Veränderungen bringt. Also bei uns trifft das voll und ganz zu, denn wir werden wieder mal unsere etwas mehr als sieben Sachen packen und im Sommer umziehen, diesmal nach Beijing. Auf der einen Seite freue ich mich wieder auf neue, spannende Sachen, die es zu erleben gibt aber auf der anderen Seite bin ich natürlich auch traurig, meine gerade gefundenen neuen Freunde, liebgewonnene Gewohnheiten und Plätze in Seoul schon wieder zurücklassen zu müssen. Aber immer mal wieder ein Neustart ist gar nicht so schlecht – auf jeden Fall wird es so nicht langweilig.

Olympiastadion 


Letzte Woche waren wir für einen Kurztrip und auf Wohnungs-/Haussuche in Beijing. Für mich war es das erste Mal in dieser Stadt und ich war vor allem sehr gespannt auf die überall prophezeiten und nachlesbaren schlechten Luftwerte. Beijing zeigte sich leider auch von seiner luftmäßig schlechtesten Seite in der Woche und wir hatten nur Werte, die lt. Skala des Air Quality Index von „unhealthy“ bis „hazardous“ gingen, also mit Feinstaubanteilen von 150 bis über 300 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Smog


Es sieht dann aus, als ob die Stadt in Nebel gehüllt ist und es riecht nach Abgasen und irgendwie staubig. Was ich aber interessant fand, war, dass kaum jemand mit Atemmasken rumläuft, um sich zu schützen, was ich eigentlich bei den hohen Werten erwartet hatte. Leider ist in den nächsten Jahren nicht abzusehen, dass sich an der Luftqualität etwas zum Besseren ändern wird. Aber es soll wohl glücklicherweise auch ab und an noch blauer Himmel in Beijing zu sehen sein. Aber wir werden uns wohl an ein Leben mit Luftreinigern und das zeitweise Tragen von Atemschutzmasken gewöhnen müssen. Ich bin ja mal gespannt und werde berichten.


Mittwoch, 26. Februar 2014

Koreanische Kosmetikmarken


In meinem Lieblingsstadtteil zum Shoppen, Myeongdong, gibt es eine unglaubliche Dichte an Kosmetikshops. 


In diesem Viertel sind alle koreanischen Kosmetikmarken geballt vertreten, wie zum Beispiel Skin Food,


The Face Shop, Aritaum, Tony Moly, Etude House, It's Skin, Holika Holika, Nature's Republic, innisfree, Missha oder banila co., nur um einige zu nennen. 


Und das Schöne ist, jede Marke hat ihren eigenen Shop. Innerhalb weniger hundert Meter sind alle quasi fast nebeneinander untergebracht. Wobei es da gerade am Wochenende bei der Werbung um Kunden ziemlich laut zugehen kann. Es stehen meist ein paar Mädels vor den Shops und verteilen lautstark Gratisproben um einen zum reinkommen zu animieren, d.h. du darfst die Probe behalten, wenn du in den Laden kommst und dich umsiehst. Clever – einmal drin – kaufst du auch was. 

Obwohl sie alle preislich recht günstig sind, ist die Qualität top. Die Marken versuchen sich durch ihre unterschiedlichen Konzepte oder durch eine Story die sie mit dem Produkt verkaufen wollen, voneinander abzuheben. Zum Beispiel bei der Marke Holika Holika lautet die Story: "A girl changes into a lady like a fairytale", wie vielversprechend... 

Andere werben mit natürlichen Inhaltsstoffen aus Früchten oder Zutaten aus der traditionellen Medizin. Als Werbeträger müssen meist Mitglieder von Girl- oder Boybands herhalten.



Auf jeden Fall ist das Ganze ein Paradies für Beauty-Holics und es macht einfach Spaß durch die Läden zu bummeln, denn das Tollste ist, man darf hier in Korea alles ausprobieren! Egal ob Cremes, Lippenstift, Wimperntusche, Lidschatten oder Nagellack. So kann man wenigstens gleich sehen, ob einem z.B. die Farbe wirklich gefällt oder sich mal eben komplett Schminken bevor man zu seinem Date geht.



Donnerstag, 9. Januar 2014

Jahr des Pferdes


Nach fast einem kompletten schreibfaulen Jahr, habe ich mir vorgenommen, meinen Blog wieder zum Leben zu erwecken und regelmäßig über Korea zu schreiben. Ich hoffe, es gibt noch ein paar Leute die ihn lesen werden und ich freue mich natürlich auch immer über Anmerkungen und Rückmeldungen.
Zum Jahresbeginn bietet sich natürlich an über das Sternzeichen des neuen Jahres zu schreiben. 2014 ist das chinesische Jahr des Pferdes, um genau zu sein das des Holz-Pferdes.
In der chinesischen Astrologie steht das Pferd für Bewegungsdrang, Temperament und Unruhe. Und so heißt es, dass auch ein Jahr des Pferdes besonders turbulent verlaufen wird und viele Veränderungen bringt.
Das Jahr 2014 verspricht also eins voller Aufregung und Abenteuer zu werden – was ja nicht unbedingt die schlechtesten Voraussetzungen für ein gutes Jahr sind – jedenfalls für alle die, die Abenteuer mögen.

Ein gutes neues Jahr 새해 복 많이 받으세요
 Saehae Bok Mani Badseiyo

Dienstag, 26. Februar 2013

Hanbok (한복)




Nun war es also auch in Korea so weit, ich durfte eine richtige echte koreanische Tracht zum Fotos machen überstreifen. Wir waren mit ein paar Damen vom Deutschen Club in einem süßen kleinen Laden einer Hanbok Schneidermeisterin eingeladen, um uns die handgefertigten und wirklich sehr schönen Exemplare aus der Nähe anzusehen. Zu meiner Freude durften wir sie auch anfassen und sogar anziehen.


Die koreanische Variante ist wesentlich einfacher zu Handhaben, als ein japanischer Kimono, bei dem es ja gern mal eine halbe Stunde oder länger dauert, ihn auf die richtige Art und Weise anzuziehen und er ohne die Hilfe einer Kimonomeisterin beim Ankleiden, ja schon mal gar nicht als korrekt angelegt gilt.


Beim Hanbok heißt es einfach: reinschlüpfen, Jäckchen drüber ziehen und wohlfühlen. Nichts engt ein und man kann im Gegensatz zum Kimono ganz normal darin atmen. Eher im Gegenteil, man hat Platz ohne Ende und könnte sogar eine Schwangerschaft darunter gut verstecken. Also auch für alle die nicht die perfekte Figur haben (also für 99% der Frauen) ist er sehr bequem. Beim Hanbok zählen wohl die Kurven. Sie sind nicht gemacht, um eng anzuliegen, sondern die dem Hanbok ganz eigene Schönheit liegt darin, „dass durch Volumen Eleganz und Stil kreiert werden sollen“. Die Form kann man als schön oder nicht schön empfinden aber die Farben sind traumhaft und wenn der Hanbok dann noch aus Seide ist und nicht aus Polyester, wie überall auf den Märkten billig verkauft, dann lässt er sich wunderbar tragen.



Normalerweise besteht er aus mehreren Schichten: einem Unterhemd und eine weite lange Unterhosen, die im Winter durch eine warme Hose ergänzt wird. Dann kommt ein weiter Unterrock, darüber ein der weiterer Rock (치마, Chima), der unter der Brust gebunden wird. Darüber zieht man eine kurze, boleroähnliche Jacke (저고리, Jeogori) mit weiten Ärmeln, die mit einer großen Schleife vor der Brust geschlossen wird. Zum Abschluss gibt es je nach Anlass diverse Kopfschmuckvarianten, Haarschleifen, Haarnadeln und Verzierungen für den Hanbok.


Leider sieht man Hanboks im Alltagsleben nicht mehr aber zu traditionellen Festen, Familienfeiern, Hochzeiten und offiziellen Anlässen werden sie auch heute immer noch getragen. 


Montag, 11. Februar 2013

Mondneujahr (설날 Seollal)




In Korea wird zwar der westliche Kalender (Sonnenkalender) verwendet und Neujahr ist ebenfalls offizieller Feiertag aber der wichtigste aller Feiertage neben Chuseok ist das Neujahrsfest nach dem chinesischen Mondkalender. Ähnlich wie bei Chuseok werden da die Familien besucht und die Ahnen geehrt. Nach dem koreanischen Glauben verlassen die Ahnen der letzten 4 Generationen nicht sofort nach dem Tod die Erde, sondern weilen noch unter uns und deren Verehrung sollen Reichtum und Glück bringen. Wer ganz sicher gehen will mit dem Glück im Neuen Jahr sollte außerdem an diesem Tag:

Fenstern und Türen öffnen, um das Glück herein zu lassen,
Licht in der Nacht brennen zu lassen, um dem Glück den Weg ins Haus zu leuchten und böse Geister abzuschrecken,
süßes Essen zubereiten, um das neue Jahr zu süßen,
und natürlich das Haus für das neue Jahr putzen, damit das Glück gleich am ersten Tag Platz findet.

Zu Luna New Year gibt es in Korea 3 offizielle Feiertage, die natürlich dazu genutzt werden, um die Familien außerhalb Seouls und auf dem Land zu besuchen und mal wieder viel Zeit in gemeinschaftlichen Staus zu verbringen. Die Überlandbusse und Straßen sind voll von besuchswilligen Familien. Als positiver Nebeneffekt ist Seoul so „leer“ wie sonst im ganzen Jahr nicht mehr.

Somit beginnt nun das Jahr der Wasserschlange, denn im chinesischen Horoskop folgt dem Drachen ab 10. Februar 2013, die Schlange, in diesem Jahr speziell die Wasserschlange.
Das Jahr der Schlange wird mit gemischten Gefühlen erwartet, zumal es 2013 mit dem Element des Wassers kombiniert ist. Wasserschlangen gelten zwar unter anderem als klug und logisch denkend, aber auch als unberechenbar und undurchsichtig. Gefürchtet werden Umwälzungen, Konflikte und unvorhergesehene Ereignisse.

Während beispielsweise das Jahr des Drachen eher im Zeichen der Aufbruchsstimmung stand, gilt das Jahr der Schlange als Jahr der Überraschungen, das sowohl in positiver, als auch in negativer Hinsicht.

In diesem Sinne:

Ein gutes neues Jahr: 
새해 복 많이 받으세요
(Saehae Bok Mani Badseiyo).