Samstag, 15. September 2012

Oktoberfest



Wie sollte es auch anders sein – auch hier in Seoul gibt es natürlich ein Oktoberfest. Das ist wohl die einzige deutsche Tradition, neben Karneval, die den Weg in die weite Welt findet. Ist ja auch ein sehr lustiges Fest, denn eigentlich geht es ja nur ums gemeinsame Trinken, Essen und Feiern. 


In Seoul nicht ganz so rustikal, da im Grand Hilton Hotel gefeiert und jede Menge Eintritt kassiert wird aber doch gab es ein paar typische Oktoberfestelemente: deutsches Essen, deutsches Bier (Paulaner natürlich) und eine deutsche Liveband namens „Paulaner Oktoberfest Band“ – wie originell. 

Auch wurden sehr "traditionelle" deutsche Spiele gespielt, wie Armdrücken, Nägel einklopfen und nicht zu vergessen: Kampftrinken. Man muss schon irgendwie versuchen, die Vorurteile über Deutsche aufrecht zu erhalten...;-) Alle Disziplinen wurden von Männern, wie auch von Frauen bestritten. Vor allem Kampftrinken und Armdrücken ist ja normalerweise eher was für pubertierende Jugendliche aber es herrschte eine rege koreanische Beteiligung... Und um keine Trinkpausen aufkommen zu lassen, gab es zwischendrin immer wieder die kollektive Aufmunterung zum Trinken. Aber das muss man einem Koreaner ja nicht zweimal sagen. 

Der Trinkspruch lag vorsichtshalber auf allen Tischen zum gemeinsamen Mitgrölen. In diesem Sinne: oans, zwoa, drei... Gsuffa!!

Mittwoch, 12. September 2012

Kurztrip nach Tokyo


Auch schon wieder ein paar Wochen her aber aufgrund eines Familienbesuches hat es uns diesen Sommer glücklicherweise wieder in meine Lieblingsstadt Tokyo verschlagen. Leider nur für drei Tage aber auch da kann man jede Menge Highlights sehen. Und da ich immer bemüht bin, zu zeigen, wie phantastisch und wunderschön doch Tokyo ist, haben wir natürlich mit unseren Gästen nur die imposantesten Orte, die in der Kürze der Zeit möglich waren, besucht. Hier einfach ein paar Impressionen davon:
Asakusa:

Tempel in Asakusa








Bootsfahrt auf dem Sumida Fluss:

Sky Tree

Asahi Hauptsitz



Odaiba:

Rainbow Bridge

Fuji Zentrale

One Piece





Toyota Showroom


Meiji Schrein:

Torii am Meiji Schrein






Shibuya:







Dienstag, 31. Juli 2012

Deutsche Bahn


Da ich mich gerade, wie jedes Jahr in den Sommermonaten, in Deutschland befinde und auch hier ab und zu von A nach B muss, dachte ich mir, mit dem Zug fahren, wäre auch mal wieder was. Teurer als Fliegen ist es ja mittlerweile – muss ja gut sein. Naja, von Service hat die Deutsche Bahn wohl noch immer nichts gehört und als Einstellungskriterium ist Freundlichkeit wohl ein absolutes KO-Kriterium. Im Bordrestaurant sollte es lt. einer netten Mitreisenden Eis für die Kinder gratis geben – ein Angebot der Deutschen Bahn in den Sommermonaten – als Werbung in verschiedenen Zeitschriften zu lesen aber natürlich nicht im Zug direkt. Wenn eine gewisse Kundenfreundlichkeit herrschen würde, könnte man es den Reisenden ja anbieten, wenn sie mit kleinen Kindern nun schon zum x-ten Mal aus lauter Langeweile und dem Bewegungsdrang von Kleinkindern geschuldet, durchs Restaurant tappen. Aber nein, man kann ja von selbst drauf kommen. Nachdem wir unser Eis erfragt hatten, wollten wir uns gleich gemütlich ins Restaurant setzen. An jedem Tisch saß jeweils eine Person und ein Tisch war frei – bis auf einen Pappkaffeebecher und einen Block. Kurz nachdem wir uns gesetzt hatten, rollte eine sehr übel gelaunte, dicke, „Servicemitarbeiterin“ an, riss ihren Block vom Tisch, schnappte sich ihren Kaffeebecher und schnauzte mich an, ob es denn wohl noch erlaubt sei, ihre Sachen mitzunehmen. Beim Wegrollen murmelte sie noch vor sich hin, dass die Leute ja alle bescheuert sind. Ich war so schockiert von diesem Verhalten, dass mir in dem Moment absolut gar nichts dazu einfiel. Es ist einfach unglaublich, dass Menschen mit dieser Einstellung im Service Arbeiten dürfen. Ich glaube die Bahn sollte ihren Mitarbeitern als Erstes beibringen, dass sie für den Kunden da zu sein haben und nicht der Kunde sich nach dem Personal zu richten hat. Leider war das für mich wieder ein Grund mehr, mich um so mehr auf Asien zu freuen, da wäre so was einfach undenkbar...

Montag, 4. Juni 2012

Sonntagsausflug nach Muuido



Nur etwa 60 km von Seoul entfernt, gleich hinter dem Flughafen Incheon, fährt man noch 5 Minuten mit der Fähre (eine Brücke hätte es sicher auch getan) und schon ist man da, auf der Insel Muuido. 

Zwar zieht es natürlich viele Seouler am Wochenende ebenfalls dorthin aber das Meer und der Strand mit fast schon Urlaubsfeeling entschädigt auf jeden Fall für die kleine Völkerwanderung. Falls sich das Meer aufgrund der Ebbe grad zurückgezogen hat, kann man Krebse und Muscheln sammeln, ansonsten planschen die Kinder im Wasser und die Koreaner gehen, wo immer ein schattiges Plätzchen zu finden ist, ihrer Lieblingsbeschäftigung nach, dem Essen und Trinken. 


Es gibt kleine, hochbeinige Hütten direkt am Strand, in denen wirklich nicht mehr Platz ist, als auf Matratzen auf dem Boden zu schlafen. Dafür sind sie aber mit Fußbodenheizung ausgestattet - immerhin. Wem das zu „luxuriös“ ist, der kann auch direkt am Strand im eigenen Zelt übernachten.

Gegen den Hunger gibt es viele kleine Restaurants in Hafen- und Strandnähe, in denen es fast ausschließlich fangfrisches oder noch lebendiges Meeresgetier in allen möglichen und unmöglichen Varianten gibt. 

Wir haben uns für die gegrillte und rohe Sashimi-Variante entschieden. Selbst für bekennende Sashimiliebhaber wie uns, gibt es immer wieder neue Herausforderungen. Diesmal die extrem frische Variante von Tintenfischen – lebendig zerhackt, ziehen sich dann die Tentakel in ihren letzten Zuckungen (und die können sich schon über 10 Minuten hinziehen) über die Anrichteplatte und die Saugnäpfe sind auch noch kräftig am Arbeiten, so dass es aussieht, als ob sich der Tintenfisch noch ein letztes mal zusammensetzen möchte, um dich anklagend anzuschauen –  frischer geht es wohl nicht mehr....